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Krypto-ABC: Fachbegriffe einfach erklärt

AndiPeedAndi & Peed · Aktualisiert am 14.09.2026 · So testen wir

102 Begriffe

Titelbild: Krypto-ABC – Fachbegriffe einfach erklärt

Der Krypto-Markt ist komplex. Nicht nur technologisch, sondern auch kommunikativ: Fremdwörter, Eigennamen und Fachchinesisch. Deswegen erklären wir Dir hier kurz & knapp die wichtigsten Krypto-Begriffe. Nutze die Suche oder spring über das Buchstabenverzeichnis direkt an die richtige Stelle.

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2 Begriffe

2FA

Auch: Zwei-Faktor-Authentifizierung, Two-Factor Authentication

Die Zwei-Faktor-Authentifizierung schützt Dein Konto zusätzlich zum Passwort. Beim Login brauchst Du einen zweiten Sicherheitsfaktor, zum Beispiel einen Code aus einer Authenticator-App. Selbst wenn jemand Dein Passwort kennt, kann er dadurch nicht automatisch auf Dein Konto zugreifen.

Siehe auch: Phishing, CEX, KYC

51%-Attacke

Auch: 51-Prozent-Angriff, Mehrheitsangriff

Von einer 51%-Attacke spricht man, wenn eine einzelne Person oder Gruppe mehr als die Hälfte der für die Absicherung eines Blockchain-Netzwerks relevanten Leistung kontrolliert. Dadurch könnten bestimmte Transaktionen manipuliert oder rückgängig gemacht werden. Bei großen, stark dezentralisierten Netzwerken ist ein solcher Angriff allerdings sehr aufwendig.

A

3 Begriffe

Airdrop

Bei einem Airdrop werden Krypto-Token kostenlos an bestimmte Nutzer verteilt. Projekte nutzen Airdrops zum Beispiel, um frühe Nutzer zu belohnen oder Aufmerksamkeit für ein neues Projekt zu schaffen. Vorsicht ist trotzdem wichtig: Rund um Airdrops gibt es viele Betrugsversuche und Phishing-Webseiten.

Siehe auch: Token, Phishing, Wallet

Altcoin

Auch: Alternative Coin

Als Altcoin werden grundsätzlich alle Kryptowährungen außer Bitcoin bezeichnet. Dazu gehören große Projekte wie Ethereum genauso wie tausende kleinere Coins und Token. Altcoins können sehr unterschiedliche Ziele und Anwendungsfälle haben – und unterscheiden sich teilweise stark bei Risiko, Technik und Verbreitung.

Siehe auch: Bitcoin, Coin, Token

ATH

Auch: All-Time High, Allzeithoch

ATH steht für „All-Time High“ und bezeichnet den höchsten Kurs, den eine Kryptowährung bislang erreicht hat. Wenn Bitcoin beispielsweise einen neuen historischen Höchststand erreicht, spricht man von einem neuen Bitcoin-ATH. Ein früheres ATH ist allerdings keine Garantie dafür, dass dieser Kurs erneut erreicht oder übertroffen wird.

B

9 Begriffe

BaFin

Auch: Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht

Die BaFin ist die deutsche Finanzaufsicht. Sie erteilt Erlaubnisse, beaufsichtigt Anbieter und kann ihnen das Geschäft untersagen. Eine solche Erlaubnis bedeutet allerdings nur, dass ein Anbieter beaufsichtigt wird – sie schützt weder vor Kursverlusten noch sichert sie Deine Coins ab.

Siehe auch: KYC, CEX, Krypto-Broker

Bear Market

Auch: Bärenmarkt, Abwärtsphase

Als Bärenmarkt bezeichnet man eine längere Phase fallender Kurse, üblicherweise ab etwa 20 Prozent unter dem letzten Hoch. Am Krypto-Markt können solche Phasen Monate bis Jahre dauern. Wann ein Bärenmarkt beginnt und wann er endet, lässt sich allerdings erst im Rückblick sicher sagen.

Bitcoin

Kürzel: BTC

Bitcoin ist die erste und mit Abstand größte Kryptowährung und ging 2009 an den Start. Neue Bitcoin entstehen durch Mining, die Gesamtmenge ist auf 21 Millionen Stück begrenzt. Genutzt wird Bitcoin vor allem als Wertaufbewahrung und als Zahlungsnetzwerk, nicht als Plattform für Programme.

Bitcoin-Halving

Auch: Halving, Halbierung

Beim Halving halbiert sich die Belohnung, die Miner für einen neuen Block erhalten. Das passiert etwa alle vier Jahre und sorgt dafür, dass immer weniger neue Bitcoin entstehen, bis die Obergrenze von 21 Millionen erreicht ist. Der Termin steht fest im Protokoll – über den Kurs sagt er allerdings nichts aus.

Siehe auch: Bitcoin, Mining, Max Supply

Block

Ein Block ist ein Paket aus Transaktionen, das gebündelt in die Blockchain geschrieben wird. Jeder Block verweist auf den vorherigen, so entsteht die Kette. Wie lange es bis zum nächsten Block dauert, ist je Netzwerk unterschiedlich: Bei Bitcoin sind es im Schnitt zehn Minuten.

Blockchain

Eine Blockchain ist eine Datenbank, die aus aneinandergehängten Blöcken besteht und gleichzeitig auf vielen Rechnern liegt. Jede Transaktion ist darin für alle nachvollziehbar gespeichert. Weil alle Teilnehmer dieselbe Kette prüfen, lässt sich ein einmal eingetragener Block nachträglich praktisch nicht mehr verändern.

Bridge

Auch: Cross-Chain-Bridge, Brücke

Eine Bridge verbindet zwei Blockchains, damit Du Werte von einem Netzwerk in ein anderes bringen kannst. Die Coins werden dabei meist auf der einen Seite gesperrt und auf der anderen neu abgebildet. Vorsicht ist hier besonders wichtig: Bridges gehören zu den am häufigsten angegriffenen Stellen im Krypto-Bereich.

Bull Market

Auch: Bullenmarkt, Aufwärtsphase

Als Bullenmarkt bezeichnet man eine längere Phase steigender Kurse, meist begleitet von wachsendem Interesse und viel Berichterstattung. In solche Phasen fallen am Krypto-Markt auch die größten Übertreibungen. Käufe, die im nächsten Abschwung am meisten wehtun, entstehen deshalb fast immer im Bullenmarkt.

Siehe auch: Bear Market, FOMO, ATH

Burn

Auch: Token-Burn, Verbrennen

Bei einem Burn werden Token dauerhaft aus dem Umlauf genommen, indem man sie an eine Adresse schickt, auf die niemand zugreifen kann. Projekte nutzen das, um das Angebot zu verknappen. Ein kleineres Angebot führt allerdings nicht automatisch zu einem höheren Kurs – entscheidend bleibt die Nachfrage.

C

6 Begriffe

CBDC

Auch: Central Bank Digital Currency, Digitales Zentralbankgeld

CBDC steht für digitales Zentralbankgeld, also eine digitale Form der staatlichen Währung. Ein Beispiel dafür ist der geplante digitale Euro. Herausgeber ist die Zentralbank und nicht ein dezentrales Netzwerk – mit Kryptowährungen wie Bitcoin hat eine CBDC deshalb wenig gemeinsam.

CEX

Auch: Centralized Exchange, Zentrale Börse

Eine CEX ist eine zentrale Krypto-Börse, die von einem Unternehmen betrieben wird. Du legst ein Konto an, weist Deine Identität nach und handelst über die Plattform. Die Coins liegen dabei zunächst beim Anbieter und nicht in Deiner eigenen Wallet.

Circulating Supply

Auch: Umlaufmenge, Zirkulierendes Angebot

Die Circulating Supply ist die Menge an Coins oder Token, die tatsächlich im Umlauf ist. Gesperrte, noch nicht ausgegebene und nachweislich verlorene Bestände zählen nicht dazu. Aus dieser Zahl und dem Kurs errechnet sich die Marktkapitalisierung.

Coin

Als Coin bezeichnet man eine Kryptowährung mit einer eigenen Blockchain, zum Beispiel Bitcoin oder Ether. Ein Token hat dagegen keine eigene Blockchain, sondern läuft auf einer fremden mit. Umgangssprachlich werden beide Wörter allerdings oft durcheinandergeworfen.

Cold Wallet

Auch: Offline-Wallet, Kalte Wallet

Eine Cold Wallet ist eine Wallet, deren privater Schlüssel nie mit dem Internet in Berührung kommt. In der Praxis ist das meist ein eigenes Gerät, also eine Hardware-Wallet. Für größere Beträge ist das die sicherere Aufbewahrung, dafür ist der Zugriff umständlicher als bei einer Hot Wallet.

Custodial Wallet

Auch: Verwahrte Wallet, Anbieter-Wallet

Bei einer Custodial Wallet verwahrt ein Anbieter die Schlüssel für Dich – so funktionieren die Konten bei den meisten Krypto-Börsen. Der Vorteil: Du kannst Dein Passwort zurücksetzen und musst keine Schlüssel selbst sichern. Dafür bist Du auf den Anbieter angewiesen, denn bei einer Pleite oder einem Hack hängt Dein Guthaben an dessen Absicherung.

D

5 Begriffe

DAO

Auch: Decentralized Autonomous Organization, Dezentrale autonome Organisation

Eine DAO ist eine Organisation, deren Regeln in Smart Contracts festgeschrieben sind. Entscheidungen trifft keine Geschäftsführung, sondern die Inhaber der Stimm-Token per Abstimmung. Wer viele Token hält, hat allerdings auch viel Stimmgewicht – „dezentral“ heißt nicht automatisch „gleichberechtigt“.

Siehe auch: Smart Contract, Token, DeFi

DApp

Auch: Decentralized Application, Dezentrale Anwendung

Eine DApp ist eine Anwendung, deren Kern nicht auf dem Server eines Unternehmens läuft, sondern als Smart Contract auf einer Blockchain. Du benutzt sie meist über eine Webseite, meldest Dich aber mit Deiner eigenen Wallet an statt mit Benutzername und Passwort. Typische Beispiele sind dezentrale Börsen und Kreditprotokolle.

Siehe auch: Smart Contract, DeFi, DEX, Web3

DeFi

Auch: Decentralized Finance, Dezentrale Finanzen

DeFi steht für dezentrale Finanzdienste: Tauschen, Verleihen oder Verzinsen läuft nicht über eine Bank, sondern über Programme auf einer Blockchain. Deine Coins bleiben dabei in Deiner eigenen Wallet. Es gibt allerdings weder eine Einlagensicherung noch einen Kundendienst – Fehler im Programmcode gehen zulasten der Nutzer.

DEX

Auch: Decentralized Exchange, Dezentrale Börse

Eine DEX ist eine dezentrale Börse. Du handelst direkt aus Deiner eigenen Wallet heraus, ohne Konto und ohne Identitätsprüfung, weil die Abwicklung ein Smart Contract übernimmt. Vorsicht ist trotzdem wichtig: Eine falsch verschickte Transaktion holt niemand zurück, und betrügerische Token tauchen hier zuerst auf.

DYOR

Auch: Do Your Own Research

DYOR steht für „Do Your Own Research“ und ist der Standardhinweis der Krypto-Szene: Prüfe selbst, bevor Du Geld einsetzt. Gemeint ist, sich nicht auf Empfehlungen aus Videos, Chatgruppen oder Werbung zu verlassen. Das Kürzel wird allerdings oft auch benutzt, um die Verantwortung für schlechte Tipps abzuschieben.

E

4 Begriffe

ERC-20

Auch: ERC20

ERC-20 ist der Standard, nach dem die meisten Token auf Ethereum aufgebaut sind. Er legt fest, welche Funktionen ein Token mitbringen muss, etwa Übertragen und Guthaben abfragen. Weil sich alle daran halten, funktionieren diese Token überall gleich – über die Qualität eines Projekts sagt der Standard allerdings nichts aus.

ETF

Auch: Krypto-ETF, Exchange Traded Fund

Ein ETF ist ein börsengehandelter Fonds; ein Krypto-ETF bildet den Kurs einer Kryptowährung ab, ohne dass Du selbst Coins kaufst oder verwahrst. In Europa laufen vergleichbare Produkte meist als ETP oder ETN, weil die ETF-Regeln mehrere Werte im Fonds verlangen. Rechtlich und steuerlich ist ein solches Produkt allerdings etwas anderes als selbst gehaltene Coins.

Siehe auch: Bitcoin, Exchange

Ethereum

Kürzel: ETH

Ethereum ist die zweitgrößte Kryptowährung und zugleich eine Plattform, auf der Programme laufen: die Smart Contracts. Die zugehörige Währung heißt Ether (ETH), mit ihr werden die Gebühren im Netzwerk bezahlt. Ein großer Teil von DeFi, NFTs und Token baut auf Ethereum auf.

Exchange

Auch: Krypto-Börse, Handelsplatz

Eine Krypto-Börse ist ein Handelsplatz, auf dem Käufer und Verkäufer über ein Orderbuch zusammenkommen. Du siehst dort Kurse, Spreads und Handelsvolumen und zahlst je Order eine Gebühr. Der Unterschied zum Broker: An der Börse handelst Du mit anderen Nutzern, beim Broker kaufst Du direkt vom Anbieter.

F

5 Begriffe

Fiat

Auch: Fiatgeld, Staatliches Geld

Als Fiatgeld bezeichnet man staatliches Geld wie Euro, Dollar oder Franken. Es hat keinen eigenen Warenwert, sondern gilt, weil ein Staat es als Zahlungsmittel festlegt und die Menschen ihm vertrauen. In der Krypto-Welt taucht der Begriff meist zur Abgrenzung auf: „Fiat einzahlen“ heißt schlicht Euro überweisen.

FOMO

Auch: Fear of Missing Out

FOMO steht für „Fear of Missing Out“, also die Angst, etwas zu verpassen. Gemeint ist der Drang, bei stark steigenden Kursen doch noch einzusteigen. Solche Käufe passieren allerdings meist spät, teuer und ohne Plan – sie gehören zu den häufigsten Gründen für Verluste.

Siehe auch: FUD, Bull Market, Memecoin

Fork

Auch: Abspaltung

Ein Fork ist eine Änderung an den Regeln einer Blockchain. Bei einem Soft Fork bleiben alte und neue Regeln miteinander vereinbar, bei einem Hard Fork nicht – dann kann sich die Kette in zwei Netzwerke aufteilen. So ist zum Beispiel Bitcoin Cash aus Bitcoin entstanden.

Siehe auch: Blockchain, Node, Bitcoin

FUD

Auch: Fear, Uncertainty and Doubt

FUD steht für „Fear, Uncertainty and Doubt“ – Angst, Unsicherheit und Zweifel. Gemeint sind negative Nachrichten oder Gerüchte, die auf die Kurse drücken. In der Szene wird das Wort allerdings auch benutzt, um berechtigte Kritik abzubügeln.

Siehe auch: FOMO, Bear Market, DYOR

Futures

Auch: Termingeschäfte

Futures sind Termingeschäfte: Du setzt auf den künftigen Kurs, ohne die Coins selbst zu besitzen. Meist wird dabei mit Hebel gehandelt, sodass schon kleine Kursbewegungen große Wirkung haben. Am Krypto-Markt dominieren Perpetuals, also Futures ohne festes Enddatum – der Einsatz kann dabei sehr schnell vollständig verloren gehen.

G

2 Begriffe

Gas

Gas ist die Recheneinheit für den Aufwand einer Transaktion im Ethereum-Netzwerk. Je aufwendiger eine Aktion ist, desto mehr Gas verbraucht sie: eine einfache Überweisung wenig, ein Tausch über einen Smart Contract deutlich mehr. Bezahlt wird das Gas in Ether.

Gas Fees

Auch: Gas-Gebühren, Gas Fee

Die Gas-Gebühren sind der Betrag, den Du am Ende für eine Transaktion zahlst: verbrauchtes Gas mal Gaspreis. Der Gaspreis richtet sich nach der Auslastung des Netzwerks und kann innerhalb von Minuten stark schwanken. Bei kleinen Beträgen können die Gebühren den Nutzen einer Transaktion deshalb vollständig auffressen.

H

3 Begriffe

Hardware-Wallet

Auch: Hardware Wallet

Eine Hardware-Wallet ist ein kleines Gerät, das Deine privaten Schlüssel speichert und Transaktionen darauf unterschreibt. Der Schlüssel verlässt das Gerät nie, auch nicht beim Anschließen an den Computer. Kaufen solltest Du ein solches Gerät allerdings nur beim Hersteller oder bei autorisierten Händlern, denn manipulierte Geräte aus zweiter Hand sind eine bekannte Betrugsmasche.

HODL

Auch: Hold on for Dear Life

HODL entstand aus einem Tippfehler für „hold“ und steht seither für die Strategie, Coins langfristig zu halten statt bei jeder Schwankung zu handeln. In der Szene ist daraus ein geflügeltes Wort geworden. Durchhalten allein ist allerdings keine Strategie – es kommt darauf an, was Du hältst und warum.

Hot Wallet

Auch: Online-Wallet, Software-Wallet

Eine Hot Wallet ist eine Wallet, die mit dem Internet verbunden ist, zum Beispiel eine App auf dem Handy oder eine Browser-Erweiterung. Sie ist bequem für kleine Beträge und den täglichen Gebrauch. Weil der Schlüssel auf einem Gerät mit Internetzugang liegt, ist das Risiko allerdings höher als bei einer Cold Wallet.

I

1 Begriff

Impermanent Loss

Auch: Unbeständiger Verlust

Von Impermanent Loss spricht man, wenn Du Geld in einen Liquidity Pool gibst und sich die Kurse der beiden hinterlegten Werte auseinanderentwickeln. Am Ende hältst Du dann weniger, als wenn Du die Coins einfach liegen gelassen hättest. „Impermanent“ heißt zwar „vorübergehend“ – sobald Du aussteigst, ist der Verlust allerdings echt.

K

3 Begriffe

Krypto-Broker

Auch: Broker

Bei einem Krypto-Broker kaufst Du direkt vom Anbieter zu einem angezeigten Preis, statt über ein Orderbuch mit anderen Nutzern zu handeln. Das ist einfacher, dafür steckt die Marge oft im Spread statt in einer ausgewiesenen Gebühr. Für Einsteiger ist das bequem, für Vielhandelnde meist teurer als eine Börse.

Siehe auch: Exchange, Spread, CEX

Kryptowährung

Auch: Krypto

Eine Kryptowährung ist digitales Geld, das über ein Netzwerk aus vielen Rechnern verwaltet wird statt über eine Bank. Kryptografie sorgt dafür, dass nur der Inhaber des passenden Schlüssels über sein Guthaben verfügen kann. Der Kurs entsteht dabei ausschließlich aus Angebot und Nachfrage – es gibt weder Zinsen noch eine Stelle, die ihn stützt.

Siehe auch: Bitcoin, Coin, Token, Blockchain

KYC

Auch: Know Your Customer, Identitätsprüfung, Verifizierung

KYC steht für „Know Your Customer“ und meint die gesetzlich vorgeschriebene Identitätsprüfung. Bei jedem regulierten Anbieter lädst Du dafür Deinen Ausweis hoch und weist Dich per Video oder Selfie aus, bevor Du handeln darfst. Je nach Anbieter dauert das wenige Minuten bis einige Tage.

Siehe auch: CEX, BaFin, Krypto-Broker

L

8 Begriffe

Layer 1

Auch: L1, Basisschicht

Als Layer 1 bezeichnet man die Basis-Blockchain selbst, zum Beispiel Bitcoin, Ethereum oder Solana. Hier werden Transaktionen endgültig festgeschrieben, hier entsteht die Sicherheit des Netzwerks. Alles, was darauf aufbaut, um schneller oder günstiger zu werden, heißt Layer 2.

Siehe auch: Layer 2, Blockchain, Mainnet

Layer 2

Auch: L2

Ein Layer 2 ist ein Netzwerk, das auf einer Basis-Blockchain aufsetzt und Transaktionen auslagert, um sie schneller und günstiger zu machen. Das Ergebnis wird gebündelt auf die Hauptkette zurückgeschrieben, die weiterhin für die Sicherheit sorgt. Bekannte Beispiele sind Arbitrum und Optimism bei Ethereum sowie das Lightning Network bei Bitcoin.

Leverage

Auch: Hebel

Mit einem Hebel handelst Du mit mehr Geld, als Du eingesetzt hast – der Rest ist geliehen, Dein eigener Einsatz dient als Sicherheit und heißt Margin. Ein Hebel von 10 bedeutet, dass sich ein Kursplus von einem Prozent wie zehn Prozent auswirkt, ein Minus allerdings genauso. Wenn es gegen Dich läuft, wird die Position zwangsweise geschlossen und Dein Einsatz ist weg.

Lightning Network

Auch: Lightning

Das Lightning Network ist ein Zusatznetzwerk für Bitcoin, über das kleine Zahlungen sofort und für Bruchteile eines Cents laufen. Zwei Parteien öffnen dafür einen Zahlungskanal und rechnen darüber beliebig oft ab; nur Anfang und Ende landen auf der Blockchain. Damit werden Beträge bezahlbar, für die eine normale Bitcoin-Transaktion zu teuer wäre.

Liquid Staking

Beim Liquid Staking hinterlegst Du Coins zum Staking und bekommst dafür einen Token, der diesen Anspruch abbildet. So bleibst Du beweglich: Den Token kannst Du weiterverwenden, während die ursprünglichen Coins gesperrt sind. Du trägst damit allerdings zusätzlich das Risiko des Anbieters und des Smart Contracts.

Siehe auch: Staking, Token, DeFi, Validator

Liquidität

Auch: Handelbarkeit

Liquidität beschreibt, wie leicht sich ein Wert kaufen oder verkaufen lässt, ohne den Kurs stark zu bewegen. Bei Bitcoin ist sie hoch, bei kleinen Token oft sehr gering. Bei geringer Liquidität kann schon eine mittelgroße Verkaufsorder den Kurs deutlich drücken – der angezeigte Kurs sagt dann wenig darüber aus, was Du tatsächlich bekommst.

Liquidity Pool

Auch: Liquiditätspool

Ein Liquidity Pool ist ein Topf aus zwei hinterlegten Kryptowährungen, aus dem eine dezentrale Börse ihre Tauschgeschäfte bedient. Wer Geld hineingibt, bekommt einen Anteil an den Handelsgebühren. Dafür trägst Du allerdings das Risiko des Smart Contracts und den Impermanent Loss.

Long- und Short-Position

Auch: Long, Short, Leerverkauf

Mit einer Long-Position setzt Du auf steigende Kurse, mit einer Short-Position auf fallende. Beides läuft meist über Derivate wie Futures und häufig mit Hebel. Bei einer Short-Position ist der mögliche Verlust allerdings nach oben offen, weil ein Kurs theoretisch unbegrenzt steigen kann.

Siehe auch: Futures, Leverage

M

7 Begriffe

Mainnet

Auch: Hauptnetz

Das Mainnet ist das echte, produktive Netzwerk einer Blockchain – dort laufen die Transaktionen mit echtem Geld. Davor gibt es meist ein Testnet, in dem Entwickler mit wertlosen Test-Coins ausprobieren. „Mainnet-Launch“ heißt also: Ab jetzt ist es ernst.

Siehe auch: Layer 1, Blockchain

Market Cap

Auch: Marktkapitalisierung

Die Marktkapitalisierung ist Kurs mal Umlaufmenge und wird gern benutzt, um die Größe eines Projekts einzuordnen. Wie viel Geld in ein Projekt geflossen ist, sagt sie allerdings nicht. Bei einem Token mit wenig Liquidität kann so eine hohe Marktkapitalisierung entstehen, obwohl kaum jemand gehandelt hat.

Market- und Limit-Order

Auch: Market Order, Limit Order, Bestens-Order

Eine Market-Order wird sofort zum nächstbesten Kurs ausgeführt, eine Limit-Order erst, wenn Dein Wunschkurs erreicht ist. Die Market-Order gibt Dir Sicherheit darüber, dass gehandelt wird, die Limit-Order Sicherheit über den Preis. In hektischen Phasen oder bei dünnen Orderbüchern kann eine Market-Order allerdings deutlich schlechter ausgeführt werden, als der angezeigte Kurs vermuten lässt.

Max Supply

Auch: Maximale Menge, Obergrenze

Die Max Supply ist die absolute Obergrenze an Coins, die je existieren können – bei Bitcoin 21 Millionen. Nicht jede Kryptowährung hat eine solche Grenze, manche geben dauerhaft neue Einheiten aus. Eine feste Obergrenze allein macht allerdings noch keinen Wert.

Memecoin

Auch: Meme-Coin, Meme-Token

Ein Memecoin ist ein Token ohne technischen Nutzen, dessen Kurs fast nur von Aufmerksamkeit lebt – bekannt geworden durch Dogecoin. Neue Memecoins entstehen täglich zu Tausenden. Der Totalverlust ist hier allerdings nicht der unwahrscheinliche Ausnahmefall, sondern das häufigste Ergebnis.

Mining

Auch: Schürfen

Beim Mining stellen Rechner – die Miner – Leistung bereit, um neue Blöcke zu erzeugen und Transaktionen zu bestätigen. Wer den Block findet, erhält neue Coins und die Gebühren als Belohnung. Dieses Verfahren heißt Proof of Work und wird unter anderem von Bitcoin genutzt; Ethereum ist 2022 auf Proof of Stake umgestiegen.

Multisig

Auch: Multi-Signature, Mehrfachsignatur

Bei einer Multisig-Wallet braucht eine Transaktion mehrere Unterschriften, zum Beispiel zwei von drei Schlüsseln. Ein einzelner gestohlener oder verlorener Schlüssel reicht damit nicht aus, um das Guthaben zu bewegen. Genutzt wird das von Unternehmen, Projekten und Privatpersonen mit größeren Beständen.

N

3 Begriffe

NFT

Auch: Non-Fungible Token

Ein NFT ist ein Token, der einmalig ist und sich deshalb nicht wie eine Währung gegen einen gleichwertigen tauschen lässt. Er dient als Nachweis, dass Dir ein bestimmtes digitales Objekt zugeordnet ist – ein Bild, ein Ticket, ein Spielgegenstand. Der NFT selbst ist allerdings meist nur ein Verweis: Wo die Datei liegt und welche Rechte daran bestehen, ist eine andere Frage.

Node

Auch: Knoten, Full Node

Ein Node ist ein Rechner, der eine Kopie der Blockchain hält und jede Transaktion nach den Regeln des Netzwerks selbst prüft. Je mehr unabhängige Nodes es gibt, desto schwerer lässt sich ein Netzwerk manipulieren. Einen eigenen Node zu betreiben ist der einzige Weg, dabei niemandem glauben zu müssen.

Non-Custodial Wallet

Auch: Self-Custody-Wallet

Bei einer Non-Custodial Wallet liegen die Schlüssel allein bei Dir – kein Anbieter kann auf Dein Guthaben zugreifen. Das ist der Kern der Selbstverwahrung. Es gibt dann allerdings auch niemanden, der Dir hilft, wenn Du Deine Seed Phrase verlierst.

O

3 Begriffe

Off-Chain

Off-Chain heißt: außerhalb der Blockchain. Wenn Du Coins innerhalb einer Börse von einem Konto auf ein anderes buchst, passiert das nur in deren Datenbank – die Blockchain sieht davon nichts. Das ist schneller und günstiger, dafür musst Du dem Anbieter vertrauen.

Siehe auch: On-Chain, CEX, Layer 2

On-Chain

On-Chain heißt: direkt auf der Blockchain festgeschrieben und für jeden nachprüfbar. Jede Überweisung von einer Wallet zur anderen ist eine On-Chain-Transaktion. Der Begriff taucht auch in der „On-Chain-Analyse“ auf, bei der aus diesen öffentlichen Daten Rückschlüsse auf den Markt gezogen werden.

Order Book

Auch: Orderbuch

Das Orderbuch ist die Liste aller offenen Kauf- und Verkaufsaufträge an einer Börse. Daraus ergeben sich der aktuelle Kurs, der Spread und die verfügbare Liquidität. Ein tiefes Orderbuch bedeutet, dass auch größere Orders ausgeführt werden können, ohne den Kurs stark zu bewegen.

P

8 Begriffe

Passphrase

Auch: 25. Wort

Eine Passphrase ist ein zusätzliches, selbst gewähltes Wort zur Seed Phrase. Beide zusammen ergeben eine völlig eigene Wallet – wer nur die Seed Phrase findet, sieht Dein eigentliches Guthaben nicht. Wenn die Passphrase verloren geht, hilft allerdings auch die Seed Phrase nicht mehr weiter.

Peer-to-Peer

Auch: P2P

Peer-to-Peer heißt, dass zwei Teilnehmer direkt miteinander handeln oder Werte übertragen, ohne eine Stelle in der Mitte. Genau das war die Grundidee von Bitcoin. Auf Handelsplattformen bezeichnet P2P den Handel zwischen Nutzern, bei dem der Anbieter nur die Abwicklung absichert.

Siehe auch: Bitcoin, DEX, Node

Phishing

Beim Phishing versuchen Betrüger, Dich mit gefälschten Webseiten, E-Mails oder Nachrichten dazu zu bringen, Zugangsdaten oder Deine Seed Phrase herauszugeben. Im Krypto-Bereich ist das die häufigste Ursache für gestohlene Guthaben – und nicht etwa das Knacken der Technik. Merk Dir deshalb einen Satz: Kein seriöser Anbieter fragt jemals nach Deiner Seed Phrase.

Siehe auch: Seed Phrase, 2FA, Airdrop, Wallet

Private Key

Auch: Privater Schlüssel, Geheimer Schlüssel

Der Private Key ist der geheime Schlüssel, mit dem Transaktionen unterschrieben werden. Wer ihn hat, kann über das Guthaben verfügen – daher der Satz „not your keys, not your coins“. Weitergeben solltest Du ihn deshalb nie, und auf einer Webseite hat er ebenfalls nichts verloren.

Proof of Stake

Auch: PoS

Bei Proof of Stake sichern nicht Rechenleistung, sondern hinterlegte Coins das Netzwerk. Wer Coins als Pfand einsetzt, darf Blöcke vorschlagen und bekommt dafür eine Belohnung; wer sich falsch verhält, verliert einen Teil des Pfands. Das braucht deutlich weniger Strom als Proof of Work – Ethereum ist 2022 darauf umgestiegen.

Proof of Work

Auch: PoW, Arbeitsnachweis

Bei Proof of Work konkurrieren Rechner darum, eine aufwendige Rechenaufgabe zu lösen; der Gewinner darf den nächsten Block schreiben. Der hohe Aufwand ist dabei der Schutz: Einen Block zu fälschen kostet mehr, als es einbringt. Der Nachteil ist der Stromverbrauch – Bitcoin nutzt dieses Verfahren bis heute.

Public Key

Auch: Öffentlicher Schlüssel

Der Public Key ist der öffentliche Gegenpart zum privaten Schlüssel. Aus ihm wird die Wallet-Adresse abgeleitet, die Du gefahrlos weitergeben kannst, um Coins zu empfangen. Vom öffentlichen Schlüssel lässt sich nicht auf den privaten zurückrechnen.

Pump and Dump

Bei einem Pump and Dump treiben Beteiligte den Kurs eines kleinen Coins gezielt nach oben, oft über Chatgruppen und bezahlte Werbung, und verkaufen dann in die entstandene Nachfrage hinein. Zurück bleiben die, die spät gekauft haben. Bei Aktien wäre das strafbare Marktmanipulation, bei vielen Krypto-Token ist die Rechtslage allerdings unklarer.

R

4 Begriffe

Recovery Phrase

Auch: Wiederherstellungsphrase, Backup-Phrase

Die Recovery Phrase ist dasselbe wie die Seed Phrase: die Wörterfolge, mit der sich eine Wallet vollständig wiederherstellen lässt. Verschiedene Hersteller benutzen für dieselbe Sache unterschiedliche Namen. Aufschreiben solltest Du sie auf Papier oder Metall – in einem Foto, einer Notiz-App oder einer Cloud ist sie schlecht aufgehoben.

Rollup

Ein Rollup ist die verbreitetste Bauart eines Layer 2: Viele Transaktionen werden außerhalb der Hauptkette ausgeführt und dann gebündelt dorthin geschrieben. Optimistic Rollups gehen davon aus, dass alles korrekt ist, und lassen eine Einspruchsfrist; ZK-Rollups liefern gleich einen mathematischen Beweis mit. Für Dich bedeutet beides vor allem niedrigere Gebühren.

Rug Pull

Auch: Exit Scam

Bei einem Rug Pull ziehen die Macher eines Projekts das hinterlegte Geld ab und verschwinden – der Kurs fällt binnen Minuten auf nahezu null. Typische Warnzeichen sind ein anonymes Team, nicht gesperrte Liquidität und ein Vertrag, der den Entwicklern Sonderrechte einräumt. Betroffen sind vor allem neue Token auf dezentralen Börsen.

RWA

Auch: Real World Assets, Tokenisierte Vermögenswerte

RWA steht für reale Vermögenswerte, die als Token auf einer Blockchain abgebildet werden – etwa Staatsanleihen, Immobilien oder Rohstoffe. Der Reiz liegt darin, dass sich solche Werte in kleinen Stücken und rund um die Uhr übertragen lassen. Der Token ist allerdings nur so viel wert wie der rechtliche Anspruch dahinter und die Stelle, die den Wert tatsächlich verwahrt.

Siehe auch: Token, Stablecoin, DeFi

S

9 Begriffe

Satoshi

Auch: Sat, Sats

Ein Satoshi ist die kleinste Einheit von Bitcoin: ein Hundertmillionstel, also 0,00000001 BTC. Benannt ist sie nach dem Erfinder. Du musst also keinen ganzen Bitcoin kaufen – Beträge von wenigen Euro sind völlig normal.

Satoshi Nakamoto

Satoshi Nakamoto ist das Pseudonym der Person oder Gruppe, die 2008 das Bitcoin-Whitepaper veröffentlicht und 2009 das Netzwerk gestartet hat. Wer dahintersteckt, ist bis heute nicht bekannt. Seit 2011 gibt es keine gesicherten Lebenszeichen mehr.

Siehe auch: Bitcoin, Whitepaper, Satoshi

Seed Phrase

Auch: Seed, Mnemonic, Wiederherstellungswörter

Die Seed Phrase ist eine Folge von meist zwölf oder 24 Wörtern, aus der sich alle Schlüssel einer Wallet ableiten. Mit ihr stellst Du Deine Wallet auf jedem neuen Gerät wieder her, auch wenn das alte kaputt oder verloren ist. Wer diese Wörter hat, hat allerdings auch Dein Guthaben – aufschreiben solltest Du sie deshalb offline und sonst nirgends eingeben.

Self-Custody

Auch: Selbstverwahrung, Eigenverwahrung

Selbstverwahrung heißt, dass Du Deine Coins selbst hältst, in einer eigenen Wallet mit eigenen Schlüsseln. Kein Anbieter kann sie einfrieren, verleihen oder verlieren. Die Verantwortung liegt damit allerdings vollständig bei Dir, denn eine Passwort-vergessen-Funktion gibt es nicht.

Slashing

Slashing ist die Strafe bei Proof of Stake: Wenn sich ein Validator falsch verhält oder zu oft offline ist, wird ihm ein Teil der hinterlegten Coins abgezogen. Das hält das Netzwerk ehrlich. Wenn Du über einen Anbieter stakest, kann Dich das indirekt treffen – lies deshalb nach, wer für einen solchen Fall haftet.

Smart Contract

Auch: Intelligenter Vertrag

Ein Smart Contract ist ein Programm auf einer Blockchain, das automatisch ausführt, was in ihm festgelegt ist – ohne dass jemand zustimmen oder eingreifen muss. Darauf bauen DeFi, NFTs und die meisten Token auf. Es entscheidet allerdings der Code und nicht die Absicht: Ein Fehler darin lässt sich meist nicht rückgängig machen.

Siehe auch: Ethereum, DeFi, DApp, Token

Spread

Auch: Geld-Brief-Spanne

Der Spread ist die Spanne zwischen dem besten Kaufkurs und dem besten Verkaufskurs. Er wirkt wie eine versteckte Gebühr, denn Du kaufst immer etwas über und verkaufst etwas unter dem Mittelkurs. Gerade bei Anbietern mit „0 % Gebühren“ steckt die Marge im Spread – rechne ihn deshalb immer mit.

Stablecoin

Ein Stablecoin ist ein Token, dessen Kurs an eine Währung wie den Euro oder den US-Dollar gekoppelt ist. Die großen wie USDC oder USDT sind durch Rücklagen gedeckt, die der Herausgeber verwahrt. Die Bindung ist allerdings ein Versprechen und kein Naturgesetz – es gab bereits Stablecoins, die ihre Kopplung dauerhaft verloren haben.

Siehe auch: Fiat, Token, DeFi, CBDC

Staking

Beim Staking hinterlegst Du Coins, um ein Proof-of-Stake-Netzwerk abzusichern, und bekommst dafür eine Belohnung. Je nach Netzwerk sind die Coins dabei für eine bestimmte Zeit gesperrt. Die Belohnung wird in derselben Kryptowährung ausgezahlt – wenn deren Kurs stärker fällt, nützt auch eine hohe Prozentzahl nichts.

T

6 Begriffe

Token

Ein Token ist eine Kryptowährung ohne eigene Blockchain – er läuft als Smart Contract auf einer fremden mit, meist auf Ethereum. Token lassen sich in Minuten erzeugen, entsprechend viele gibt es. Dass ein Token existiert, sagt allerdings nichts darüber aus, ob dahinter ein Projekt, ein Team oder überhaupt etwas steht.

Tokenomics

Tokenomics beschreibt die wirtschaftlichen Regeln eines Token: Wie viele gibt es, wie kommen neue dazu, wer hält welchen Anteil und wann werden gesperrte Bestände frei. Diese Zahlen entscheiden über den Kurs oft mehr als die Technik. Wenn Team und Frühinvestoren einen großen Anteil halten, ist absehbar, wer verkauft, sobald die Sperrfrist endet.

Total Supply

Auch: Gesamtmenge

Die Total Supply ist die Menge an Token, die derzeit existiert: im Umlauf befindliche und gesperrte zusammen, abzüglich der verbrannten. Sie liegt damit zwischen Umlaufmenge und Obergrenze. Der Vergleich beider Zahlen zeigt Dir, wie viel noch auf den Markt kommen kann.

Transaktion

Auch: Überweisung, TX

Eine Transaktion ist die Übertragung von Coins oder Token von einer Adresse zu einer anderen. Sie wird mit dem privaten Schlüssel unterschrieben, vom Netzwerk geprüft und in einem Block festgeschrieben. Einmal bestätigt, lässt sie sich allerdings nicht zurückholen – eine falsche Adresse bedeutet in aller Regel Totalverlust.

Transaktionsgebühr

Auch: Netzwerkgebühr, Miner Fee

Für jede Transaktion zahlst Du eine Gebühr an das Netzwerk, die an Miner oder Validatoren geht. Ihre Höhe richtet sich nach der Auslastung und nicht nach dem Betrag: Eine Überweisung über zehn Euro kostet dasselbe wie eine über zehntausend. Diese Netzwerkgebühr ist übrigens etwas anderes als die Auszahlungsgebühr einer Börse.

TVL

Auch: Total Value Locked

TVL ist der Gesamtwert aller Coins, die in einem DeFi-Protokoll hinterlegt sind. Die Zahl wird als Maß für Größe und Vertrauen benutzt. Sie steigt allerdings auch dann, wenn nur die Kurse der hinterlegten Coins steigen, und lässt sich durch mehrfach weiterverliehene Bestände aufblähen.

U

1 Begriff

Utility Token

Ein Utility Token ist ein Token, der innerhalb eines Projekts einen Zweck erfüllt – etwa als Gebührenrabatt, Zugang oder Stimmrecht. Er ist ausdrücklich keine Beteiligung am Unternehmen und gibt Dir keinen Anspruch auf Gewinne. Viele Projekte nennen ihren Token allerdings so, ohne dass es einen echten Nutzen gibt.

Siehe auch: Token, Tokenomics, DAO

V

3 Begriffe

Validator

Auch: Validierer

Ein Validator ist ein Teilnehmer, der bei Proof of Stake Blöcke vorschlägt und prüft und dafür Coins als Pfand hinterlegt. Für korrekte Arbeit gibt es eine Belohnung, für Fehlverhalten Abzüge. Wer nicht genug Coins hat oder den Betrieb nicht selbst übernehmen will, delegiert an einen Validator.

Vesting

Auch: Sperrfrist, Lock-up

Vesting ist eine Sperrfrist für die Token von Team, Investoren oder Beratern. Die Bestände werden erst nach und nach freigegeben, damit nicht alle sofort verkaufen können. Wann größere Tranchen frei werden, lohnt sich deshalb nachzuschauen – solche Termine drücken regelmäßig auf den Kurs.

Volatilität

Auch: Schwankungsbreite

Volatilität ist das Maß dafür, wie stark ein Kurs schwankt. Der Krypto-Markt ist deutlich volatiler als der Aktienmarkt: Bewegungen von zehn Prozent an einem Tag sind nichts Ungewöhnliches. Das wirkt allerdings in beide Richtungen – dieselbe Eigenschaft, die hohe Gewinne möglich macht, macht auch hohe Verluste möglich.

W

5 Begriffe

Wallet

Eine Wallet ist kein Geldbeutel, sondern eine Schlüsselverwaltung. Deine Coins liegen auf der Blockchain, die Wallet hält nur die Schlüssel, mit denen Du darüber verfügen kannst. Unterschieden wird vor allem danach, ob die Schlüssel bei Dir oder bei einem Anbieter liegen und ob sie mit dem Internet verbunden sind.

Wallet-Adresse

Auch: Empfangsadresse, Public Address

Die Wallet-Adresse ist die Zeichenfolge, an die Dir jemand Coins schicken kann – vergleichbar mit einer Kontonummer, nur dass Du beliebig viele davon haben kannst. Sie ist öffentlich und darf weitergegeben werden. Jede Blockchain hat allerdings eigene Adressformate: Coins an eine Adresse im falschen Netzwerk zu schicken, führt in der Regel zum Verlust.

Web3

Web3 ist das Schlagwort für ein Internet, in dem Nutzer ihre Daten und Guthaben selbst halten, statt sie einigen großen Plattformen anzuvertrauen. Angemeldet wird man dort nicht mit E-Mail-Adresse und Passwort, sondern mit einer Wallet. Der Begriff ist allerdings unscharf und wird oft als Marketingetikett benutzt.

Siehe auch: DApp, Wallet, DAO

Whale

Auch: Wal, Großanleger

Als Whale bezeichnet man einen Wallet-Inhaber mit sehr großem Bestand, dessen Käufe und Verkäufe den Kurs spürbar bewegen können. Weil Transaktionen öffentlich sind, lassen sich solche Bewegungen im Netzwerk beobachten. Was ein einzelner Whale vorhat, weiß allerdings niemand – aus einer Überweisung eine Kursprognose zu machen, ist Kaffeesatzleserei.

Whitepaper

Ein Whitepaper ist das Dokument, in dem ein Projekt erklärt, was es vorhat, wie die Technik funktioniert und wie die Token verteilt werden. Das Bitcoin-Whitepaper von 2008 ist neun Seiten lang. Es handelt sich allerdings um die Werbung eines Projekts über sich selbst und nicht um eine geprüfte Unterlage.

Y

1 Begriff

Yield Farming

Beim Yield Farming verschiebst Du Coins zwischen DeFi-Protokollen, um jeweils die höchste Rendite mitzunehmen – meist aus Handelsgebühren und zusätzlich ausgeschütteten Token. Die beworbenen Prozentzahlen sind Momentaufnahmen und fallen oft schnell. Zu den Risiken gehören außerdem Fehler im Smart Contract, Impermanent Loss und Token, die selbst rapide an Wert verlieren.

Z

1 Begriff

Zero-Knowledge Proof

Auch: ZKP, Null-Wissen-Beweis

Ein Zero-Knowledge Proof ist ein mathematischer Nachweis, dass etwas stimmt, ohne die zugrunde liegenden Daten preiszugeben. Damit lässt sich zum Beispiel belegen, dass Du volljährig bist, ohne Dein Geburtsdatum zu zeigen. In der Krypto-Welt steckt die Technik vor allem hinter ZK-Rollups und Protokollen mit Fokus auf Privatsphäre.

Siehe auch: Rollup, Layer 2

Die Wörter kennst Du jetzt – und dann?

Die Begriffe zu verstehen ist der erste Schritt. Der zweite ist die Frage, wo Du kaufst und wie Du das Gekaufte sicher verwahrst. Beides haben wir für Dich getestet und nach nachvollziehbaren Kriterien bewertet.